ReSeT Mare – Das Projekt
Grundidee von Reset MARE ist es, für Schwellen- und Küstenländern mit hohem Abfallaufkommen ein preiswertes, einfach zu bedienendes und robustes Verfahren zur Anwendungsreife zu entwickeln, welches eingesammelte Kunststoffabfälle thermisch zu Strom, Wärme und Kälte umsetzt und es damit ermöglicht, den sammelnden Personen für die Abfälle Geld zu geben.
Hierzu haben wir ein Batch-Verfahren entwickelt, das diese Ansprüche erfüllt. Es ist auf die Verwertung von Kunststoffen aus Gewässern ausgerichtet und basiert auf dem Prinzip der thermischen Depolymerisation.
Unser Ziel ist, auf einfache Weise in dezentralen Anlagen hochwertige energetische Produkte zu erzeugen. Die Anlagen erfordern, im Gegensatz zu herkömmlichen kontinuierlichen Verfahren nur einen niedrigen Investitionsaufwand und können aufgrund der geringen technischen Komplexität einfach bedient werden. Zusätzlich werden an den zu verwertenden Abfall nur geringe Anforderungen gestellt.
Das Pilotprojekt
Durch die ebenfalls geplanten Maßnahmen zur Schulung von Personen die Ihrerseits dann einheimische Fachleute ausbilden können (train the trainer) und dem daraus resultierendem Capacity Building sollen die Rahmenbedingungen für die Implementierung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft in den Zielregionen vorangetrieben werden. Weiterhin werden Arbeitsplätze geschaffen und die Voraussetzungen für den Ausbau des Tourismus verbessert.
Parallel entwickeln wir ein Konzept zur Vermeidung, Erfassung und Verwertung von Abfällen mit Fokus auf Kunststoffabfälle. Zu den zwei technisch und logistisch ausgerichteten Vorhabensansätzen ist als dritter übergeordneter Baustein das Capacity Building vorgesehen, als Voraussetzung für die erfolgreiche praktische Umsetzung vor Ort. Zielgruppen für das Capacity Building sind nicht nur die unmittelbar beteiligten Akteure, die für die Erfassung der Kunststoffe und den Betrieb der Anlage zuständig sind, sondern auch Stakeholder, Politiker, Fachbehörden (Governance) etc. Für Universitäten und Schulen sollen geeignete Unterrichtseinheiten in Hinblick auf Abfallvermeidung und -recycling bereitgestellt werden.
Die Technik/Technologie
Als Produkte der thermischen Depolymerisation entstehen aus den Kunststoffen motortaugliche Öle, nicht kondensierbare organische Gase und, je nach eingesetztem Abfall, weitere verwertbare Reststoffe. Die Gase werden direkt in einem Zündstrahlmotor zur Erzeugung der Prozessenergie genutzt. Das Öl soll in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom und Wärme umgesetzt werden. Kälte kann aus der Wärme erzeugt werden, z.B. mit einer Absorptions- oder Adsorptionskältemaschine. Das BHKW kann örtlich und zeitlich unabhängig von der Verölungsanlage betrieben werden.
Da es sich bei den schwimmenden Kunststoffen in der Regel um Polyolefine handelt, ist der Anteil problematischer Bestandteile wie Chlor, Fluor oder Brom zu beachten, aber gering.
Pilotanlage
2016 haben wir die erste Pilotanlage in betrieb genommen und angefangen erste Testreihen mit unterschiedlichsten Materialen zu fahren. Die Anlage wird immer noch in Eigenregie für Versuche eingesetzt und stetig weiterentwickelt. Ziel ist vor allem die Ermittlung der technischen Machbarkeit bei verschiedenen Kunststoffarten. Finanziert wurde sie zu 100 % aus Eigenmitteln.
Das Endprodukt
Der Entwickler des Verfahrens, Burkart Schulte, mit dem produzierten Öl.
Ständige Qualitätssicherung
Während der Verölung wird betriebsbegleitend eine Qualitätskontrolle durchgeführt.
Präsentation
Präsentation der Anlage für interessierte Besucher.
Schulungen
Information einer ausländischen Delegation über aktuelle Abfallentsorgungskonzepte.
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